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Erwartungen an die Schule
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Erwartungen der Lehrkräfte an die Schule

Im Kollegium / in der Schule

Die Lehrerinnen und Lehrer erwarten von der Schule die Entwicklung eines gemeinsamen verbindlichen LRS-Förderkonzeptes (auch für Fachlehrer) im Schulprogramm zum zeitlichen, organisatorischen Umfang, zum Umgang mit LRS, zu Maßnahmen (z.B. bei Diktaten, Zeitverlängerung bei Prüfungen) und zur Förderplanerstellung. 

Wichtig sind ihnen die Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für die Schwierigkeit, ein behutsamerer Umgang mit schnellen Urteilen und die Akzeptanz von LRS. Sie brauchen Unterstützung und die Ernstnahme der vorgesehenen Förderstunden, also eine "vernünftige Stundenlegung nicht erst in der 5./6. Stunde" und nicht die Nutzung derer als Vertretungsstunden. 

Förderung

Lehrkräfte fordern mehr kompetenten LRS-Förderunterricht mit individueller, spezieller Förderung durch Fachpersonal in kleinen Gruppen, in dem den Kindern Zeit und geeignetes LRS-Fördermaterial zur Verfügung stehen. Sie erwarten mehr Lehrerstunden und Doppelbesetzungen für eine sinnvolle und frühe (präventive) Differenzierung mit individuellen Fördermaßnahmen, denn man kann "nicht alle LRS-Kinder in eine Schublade stecken". Hierfür wünschen sie sich bessere Lern- und Arbeitsbedingungen und Regelmäßigkeit.

Rechtliche Regelungen

Zudem benötigen die Lehrkräfte mehr Personal und Zeit zur Unterstützung, um besonderes Verständnis und Hilfestellung für LRS-Kinder aufbringen zu können. Sie fordern klare Regelungen und eine Verbindlichkeit (einheitliche Erlasse) inklusive der Berücksichtigung von LRS in allen Fächern und einer individuellen Bewertung ohne Druck. Sie wünschen für LRS-Kinder kostenlose Förderangebote, bzw. kostenlose Therapie.

Lehrer-Bildung

Eine fundierte und praxisorientierte, kostenlose Aus- oder Fortbildung im Bereich LRS und Dyskalkulie sollte für alle Lehrkräfte verpflichtend sein. Auch eine Regelmäßigkeit von ebensolchen Fortbildungen, um immer aktuell informiert und im Umgang sicherer zu sein.

Für das Individuum mit LRS

Besonders wichtig ist es den Lehrkräften, die Begabungen der betroffenen Kinder zu würdigen und zu stärken, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und sie zu motivieren, also ein "Annehmen in ihrem So-Sein". Sie erwarten den Aufbau des Selbstwertgefühls, Rücksicht und Verständnis für die Schwierigkeiten der Kinder. Im Zentrum sollen Lernfreude und ein individueller Wissens- und Kompetenzerwerb stehen. Hierfür brauchen sie Zeit, "Zeit genug für alle Begabungen", um den Kindern weniger Druck und einen entspannteren Umgang zu gewährleisten.

Eltern

Wichtig und zu gering ist den Lehrern die frühe unterstützende und aufklärende Beratung der betroffenen Eltern.

Diagnose und Therapie

Lehrerinnen und Lehrer fordern eine frühe kompetente Diagnose mit angemessenen Tests, um die Ursache der Schwäche zu finden und speziell dort mit einer passgenauen Förderung anzusetzen. Sie brauchen ein tragfähiges außerschulisches Netzwerk, d.h. Kooperation mit und Empfehlung von Experten (Legasthenie-Therapeuten, Psychologen) an ihren Schulen.

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Auswertung

Zusammenfassung der Auswertung

Sie können sich die gesamte Auswertung als pdf-Datei (241 KB, 26 Seiten) herunterladen.

1. Teil: Ausbildungsstand der Lehrkräfte zum Schriftspracherwerb
2. Teil: Definitionen von LRS / Legasthenie
3. Teil: Belastung und Förderung der Kinder mit LRS / Legasthenie
4. Teil: Erwartungen der Lehrkräfte
5. Teil: Tipps der Lehrkräfte

Fragebogen

Lehrerfragebogen 2010 als PDF (1,3 MB)

Aktuelles aus dem LRS-Blog

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