MINISTERIUM FÜR BILDUNG, WISSENSCHAFT UND KULTUR MECKLENBURG-VORPOMMERN

Stellungnahme zur Erkärung "Recht auf Lesen"  11.11.2009
      
Sehr geehrter Herr Kortländer,

zuständigkeitshalber habe ich Ihren Brief erhalten. Aus der Perspektive derEntwicklung im Fach Deutsch in der Primarstufe stimme ich der von Ihnen verbreiteten Erklärung „Recht auf Lesen — der Stellenwert des Schriftspracherwerbs von Kindern im Rahmen des Themas ‚Familie und Gesundheit“ zu.

Die von Ihnen aufgelisteten Sofortmaßnahmen fungieren beim Blick auf die Situation in  Mecklenburg-Vorpommern als Orientierung.

  • Jeder Grundschullehrer und jede Grundschullehrerin im Land ist in der Didaktik des Schriftspracherwerbs ausgebildet.
  • Viele Kolleginnen und Kollegen sind in Aufbaustudiengängen an der Universität Greifswald zu sogenannten LRS-Lehrern weitergebildet worden.
  • In Fort- und Weiterbildungen aller Grundschullehrkräfte spielt das Einüben von Lernarrangements vor dem Hintergrund von individueller Förderung die entscheidende Rolle.
  • Alle Grundschulen des Landes stehen seit dem Beginn des Schuljahres 2009/2010 zusätzlich zwei U nterrichtsstunden zur speziellen Lesekompetenzförderung zur Verfügung.
  • Die Stundenzuweisung wird flankiert von einer modularen Fortbildung „Lesekompetenzförderung in der Grundschule“, die von namhaften Deutschdidaktikerinnen (Frau Prof. Rosebrock, Frau Prof. Köster, Frau Prof. Bertschi-Kaufmann) und erfahrenen Fortbildnern an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Rechtspflege und Polizei Güstrow durchgeführt wird.

So stellt sich die Situation aus der Sicht der Fachentwicklung Deutsch in der Grundschule dar. Die Förderung im Bereich der LRS und die frühkindliche Bildung obliegen anderen Referaten des Ministeriums.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Jörg Heinig

Referent für das Fach Deutsch

Schreiben als PDF



Unsere Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. Heinig,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11.11.2009.
Wir freuen uns, dass Sie der Erklärung "Recht auf Lesen" zustimmen.
Insbesondere freuen wir uns, dass in Ihrem Bundesland alle Grundschullehrkräfte in der Didaktik des Schriftspracherwerbs ausgebildet werden.
Eine kürzlich abgeschlossene Online-Umfrage zeigte, dass sich Mecklenburger Eltern mit Kindern, die besondere Schwierigkeiten in diesen Bereichen aufweisen, von der Schulpolitik Ihres Landes nur allgemein bessere Förderung wünschen, ansonsten aber keine besonderen Wünsche formuliert haben.
Was uns noch interessiert:
Aus welchen Gründen obliegt die Förderung im Bereich der LRS nicht Ihrem Referat der Fachentwicklung Deutsch in der Grundschule, sondern einem anderen Referat?

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kortländer

PS: Da die Initiative "Recht auf Lesen" auf großes öffentliches Interesse stößt, gehen wir auch von Ihrem Einverständnis aus, die Stellungnahmen allgemein zugänglich zu machen.


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